
main webpage: http://bloom-effect.ch
Jochen Baldes – tenorsaxophone, composition
Franz Hellmüller – guitar, composition
Patrick Sommer – bass
Tony Renold – drums

26.11.2024 Jazzclub Bird’s Eye, Basel
2023
21.01.2023 Jazzclub Oberengtsringen
25.01.2023 Jazz im Seefeld, Zürich
16.03.2023 La Marotte, Affoltern am Albis
23.03.2023 Esse Musicbar, Winterthur
12.06.2023 Moods, Zürich
08.09. 2023 Jazzfestival Möhrsburg
06.11. 2023 Jazz in Baden, Baden
03.12.2023 K V O, Neuchâtel
2020
06.11.2020 Filmprojekt Zürich
2019
28.06.2019 Esse, Winterthur (CH)
03.&04.07.2019 CD recording Hard Studios, Winterthur
2017
03.04.2017 Moods, Zürich (CH)
2016
31.10.-09.11.2016 Tour in Russia
01.11.2016 Province Jazz Festival, Voronezh (RU)
02.11.2016 Province Jazz Festival, Philharmonic Hall, Kursk (RU)
03.11.2016 City Jazz Club, Kaliningrad (RU)
04.11.2016 Esse Jazz Club, Moscow (RU)
05.11.2016 Ever Jazz Club, Yekaterinburg (RU)
06.11.2016 Jazz Club, Ufa (RU)
07.11.2016 Workshop Conservatory, Chelyabinsk (RU)
08.11.2016 Moskva, Chelyabinsk (RU)
Peter Rüedi Weltwoche
Vielfalt im Einklang
Es ist nicht so, dass grosse Vielfalt, ein besonderer Reichtum an Ausdrucksmöglichkeiten notwendig ein Kriterium von grosser Kunst ist. Es gibt den obsessiven Typus des Malers, des Musikers, des Literaten, dessen Merkmal die Verengung (und die Verdichtung) der Mittel ist, die mitunter manische Konzentration. In der Literatur dürfen wir an Stifter oder Beckett denken, im Jazz an Monk oder Coltrane. Für das Gegenprinzip stehen proteische Verwandlungskünstler wie Picasso, Goethe oder Shakespeare, Miles Davis oder Duke Ellington. Ein Werturteil ist damit nicht gemeint. In beiden Fällen entstand, entsteht grosse Kunst. Und natürlich gibt es jede Menge Zwischentypen.
Kommt mir so in den Sinn, wie ich mit wachsender Faszination eine CD anhöre, welche der Saxophonist Jochen Baldes und der Gitarrist Franz Hellmüller (two of a kind) mit dem Bassisten Patrick Sommer und dem Drummer Tony Renold als kongenialen Partnern unter dem schön paradoxen Titel «The Way Out In» eingespielt haben. Ihre Musik ist ein solcher Fall des Sowohlalsauch: enorm vielfältig bei einer durchgehenden stilistischen Geschlossenheit. Ihre Band heisst seit ihrer Gründung 2019 «Bloom Effect». Das ist in Begriff aus der Computer-Aesthetik und insofern ebenfalls ein Paradox, als Cover und Booklet des Albums den Lichteffekt in freier Wildbahn vorführen, in Bildern einer Waldlandschaft. Durchaus stimmig, ist diese Musik doch ein Ablauf von grosser Natürlichkeit (fast Selbst-Verständlichkeit) und nicht geringerer künstlerischer Raffinesse. Nur wird die Meisterschaft wird nie als solche inszeniert. Vom ersten Stück mit dem dadaistischen Titel «Rabe isst Pasta» (kein Sauglattismus, er setzt sich im Duktus der Musik fort) bis zum letzten serenen «Ambrosia» verfolgen wir eine Folge von toll geschriebenen, in den Improvisationen sinnfällig weiterentwickelten Kompositionen: grossartig im gegenseitigen Verständnis von Baldes’ coolem und innigem Tenorsound und Hellmüllers gelegentlich unisono eingezogenen Gitarrenlinien, alles fein gesponnen und von intimer Intensität, die Rhythmik von kochendem Understatement (Renold behandelt die Cymbals mit Sticks fein wie Stricknadeln). Eindringlichste Melodik (nicht nur in «Sufi», dem einzigen Stück, in welchem Baldes auf dem strahlenden Sopran zu hören ist). Sehr bewegte, sehr bewegende Musik.
Lynn René Bayley THE ART MUSIC LOUNGE
The best thing I can say about this album, and I really mean this, is that I could listen to Bloom Effect all day and never get bored, annoyed, or tired of them. Their music is challenging and relaxing at the same time; they’ve mastered the art of pushing the envelope while still creating balance and structure. Nothing sounds trite just as nothing sounds as if it were just being done for shock effect.
These are MUSICIANS, and excellent ones at that, creating musical meditative states for the mind.
Manfred Papst NZZ
Dieses Album ist ein Glücksfall. Jochen Baldes und Franz Hellmüller als Co-Leader der Band «Bloom-Effect» schaffen die Quadratur des Kreises. Die Musik, die sie mit Patrick Sommer und Tony Renold eingespielt haben, ist gleichzeitig anspruchsvoll und unmittelbar sinnlich. Im Spannungsfeld von Form und Freiheit entfaltet sie sich. Als Teamplayer wie als virtuose Solisten spielen die Musiker Jazz von zeitloser Frische.
Summary: This album is a godsend. As the co-leaders of the band Bloom Effect, Jochen Baldes and Franz Hellmüller have circled the square. The music, recorded together with Patrick Sommer and Tony Renold, is at once demanding and sensual, straddling the line between structure and freedom as it develops. This is jazz played by musicians – both as a unit and as solo virtuosos – that has a timeless yet modern vibe to it.
Pirmin Bossert Tagblatt
Ihre aktuelle CD «The Way Out In» besticht mit anspruchsvollen Kompositionen, die sich trotz Ecken und Kanten wunderbar fliessend und atmosphärisch anhören. Da sind zwei Melodiker und zwei Rhythmiker, die bei aller Komplexität des Materials die Kunst vollbringen, die Musik zugänglich und sinnlich zu halten.
Hans-Jürgen Schaal Jazzthetik
Ein wunderbar gerundetes Album!