Joschen Baldes Blumen
Jochen Baldes

presse
 
         
   

der zürcher saxophonist jochen baldes beweist sein talent als komponist und musiker, und im perfekten duo mit dem trompeter michael gassmann füllt er die spannungsbögen, die zum nächsten gedicht führen … erstaunlich, wie die ganze band zusammenwirkt, um die gedichte zu unterstreichen und zu kommentieren, und dennoch der individuelle freiraum der musiker erhalten bleibt. das ganze ist stimmig bis zum letzten wort und bis zur letzten note.
jazzpodium

ein crossover-projekt wie diese bietet in erster linie grosses hörvergnügen. und es stillt die vielfälltigsten erwartungen. nicht nur bringt die hier vollendete verbindung die fans fein-humorvoller texte sensibler jazz-themen näher. auch tiefe kenner der einen oder anderen gattung kommen auf ihre kosten. der musikalische part nimmt den ebenbürdigen platz und geleitet durch die thematisch in monate unterteilten anekdoten. die kompositionen baldes' stehen dem sinngewaltigen Text an doppeldeutigkeit, selbstironie und melancholischem witz in nichts nach.
jazz’n’more

(…) baldes hat sich hierzulande längst einen namen gemacht als beherzter und beflügelter improvisator. Der 43-jährige musiker ist zwar fest verwurzelt in der jazztradition: sein hymnischer sound, sein virtuoses, leidenschaftlich aber stets serenes spiel lässt den einfluss von tenor-kolossen wie joe henderson, john coltrane spüren (…) baldes’ musikalischer horizont aber reicht weit über klassik und konventionen hinaus. so spielte er beispielsweise lange jahre in der zürcher partyband jean et les peugeots. und als hörer begeistert er sich für bach à la gulda ebenso wie für songs à la beck. (…) in seinen stücken geht es ihm darum, arrangierte und improvisierte passagen zu einem geschlossenen ganzen zu vereinen. der musikalische mikrokosmos eines solos sollte durch die kompositorischen vorgaben so gesteuert werden, dass es nahtlos aufgeht im makrokosmos eines ganzen stückes – oder gar, wie nun die neue cd «the moholo songs» beweist, in der logik eines ganzen programms. den charakter eines geschlossenen werkes, das in seinem dynamischen wellengang und in seinen atmosphärischen klanggebilden durchaus an eine filmische ästhetik erinnert, verdankt die platte auch dem durchgehend warmen, bald elegischen, bald heiteren klang. den speziellen subnoder-sound habe man in vielen ungezwungenen sessions entwickeln müssen, erklärt baldes. seit die einzelstimmen zu einem eigenen bandklang zusammengefunden hätten, falle es den musikern nun ziemlich leicht, seine neuen kompositionen zu erarbeiten, meint baldes. als entscheidend für sein quintett betrachtet er auch das befruchtende zusammenspiel mit dem trompeter michael gassmann. tatsächlich kommen bei subnoder die treibenden impulse zumeist von oben, von den bläser-registern, weil sich die stimmen von baldes und gassmann bald geschmeidig vereinen im satz, bald lebhaft ergänzen in der improvisation. (…)
ueli bernays, nzz zürich

die komplexen themen der kompositionen, die leichtigkeit, mit der in dieser schon lange zusammenarbeitenden gruppe geschriebenes und improvisiertes ineinander verzahnt sind, die variantenreichen wechsel der solisten und klänge in diesem ensemble, all das macht «the moholo songs» zu einer der schwereren cd’s des jüngeren jazz. man sollte das als auszeichnung sehen, denn die beschäftigung mit dieser musik lohnt sich!
stephan richter, stereo

subnoder, das quintett von jochen baldes, ist eine kompakte band mit homogenem sound. es wartet mit einem ausgereiften konzept auf. der miles davis der jahre um 1970 ist nicht ungehört geblieben, doch baldes geht in lauter eigenen stücken souverän mit dem klangideal um. aus einem an john coltrane und pharoah sanders angelehnten motiv macht er durchaus eigenes.
dr. berthold klostermann, fono forum

der poetische tenorsaxophonist jochen baldes hat sich mit seiner individuellen stimme in der zürcher jazzlandschaft einen guten namen geschaffen. er klingt bei aller virtuosität eher fragil und lyrisch, die stets nach schönheit suchenden, girlandenartigen improvisationen erinnern an charles lloyd.
nick liebmann, nzz zürich

höhrfilm
fantasie und teamarbeit: jochen baldes und sein quintett subnoder beeindrucken mit der neuen suite «the moholo songs». (…) subnoder heisst sein eigenes quintett, der bandname entsprang ebenso seiner fantasie wie sämtliches klangmaterial. nach «niniland» (1999) und «osmotic jazz» (2003) liegt nun der drittling «the moholo songs» (2007) vor; eine suite, bei der es baldes darum geht, spannungsbögen zu erzeugen, die in den köpfen der zuhörenden zum hörfilm werden. als hommage an den südafrikanischen perkussionisten louis moholo gedacht, ehrt jochen baldes mit dem album auch hörbar sein bandkollektiv: adrian frey (p), christoph sprenger (b), elmar frey (dr) und neu michael gassmann (tp).
frank von niederhäusern, tagesanzeiger zürich

das quintett «subnoder» von jochen baldes hat grössere beachtung verdient, und die neue cd besticht durch ihre orchestralen kompositionen. die «moholo songs» sind kunstvoll ausgearbeitete, wie vom bildhauer gemeisselte werke.verfeinert werden sie von den einzelnen solisten, die kräftig an den details feilen.
reiner kobe, jazz’n’more

(…) es ist nicht zuletzt das zuweilen an telepathie grenzende zusammenspiel von baldes und gassmann welches das neue «subnoder» album zu einem exquisiten hörgenuss macht.
tom gsteiger, landbote

der tenorsaxophonist, alto-und bassklarinettist jochen baldes zählt zweifelsohne zu den interessantesten vertretern seiner instrumente hierzulande. studiert hatte er an der swiss jazz school bei andy scherrer. und das hört man: kaum ein anderer schweizer saxofonist verfügt über einen dermassen schönen, ausdrucksstarken und intensiven ton wie baldes. letztes jahr legte er auf dem renommierten deutschen label yvp sein zweites eigenes album «subnoder osmotic jazz» vor. eine in jeder hinsicht gelungene, abwechslungsreiche scheibe. da gibt es virtuoses aber auch wunderschöne balladen wie «beeba beeba pleeess». er ist einer der wenigen jungen saxofonisten in der schweiz, der wirklich eine eigene musikalische identität gefunden hat.
silvano gerosa, jazztage olten

jochen baldes’ cd präsentiert nicht nur den instrumentalisten, sondern ebenso den komponisten. baldes hat sich selber ein repertoire auf den leib geschrieben, mit dessen hilfe er seine qualitäten ausspielen kann: einen wunderbar luftigen ton, stupende technik und ein melodischer reichtum in den improvisationen, wie er nicht selbstverständlich ist.
beat blaser, radio magazin schweizer radio drs

an sanglichkeit fehlt es dem zürcher tenorsaxophonisten gewiss nicht. eine lyrische qualität hat er in seinem runden saxophonton, in der zurückhaltung seines spiels liegt viel ausdruck. in seinen eigenkompositionen profiliert er sich als sensibler sänger schmiegsamer töne, sein quartett swingt heftig.
christoph merki, tagesanzeiger zürich

osmotic jazz zwingt den zuhörer nicht mit hochleistungsakrobatik in die knie, sondern verführt ihn mit einem abwechslungsreichen repertoire, das von lyrischen melodien und geschmeidigen grooves dominiert wird.
tom gsteiger, aargauer zeitung