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Jochen Baldes Kobal

Jochen Baldes – Tenorsaxophon, Sopransaxophon, Altoclarinet, Komposition
Michael Gassmann – Trompete
Michael Bucher – Gitarre
Thomas Bauser – Hammondorgel
Dominic Egli – Schlagzeug

Das dritte Ohr ist ein Auge – or jazz is a different kind of reading
In einem großen Wurf hat der Zürcher Saxophonist und Komponist Jochen Baldes den mehrfach ausgezeichneten Gedichtzyklus «Ach Anna. Seufzerkalendarium» des Hamburger Dichters Nicolai Kobus zur abendfüllenden Suite auskomponiert. Baldes hat sich längst in Jazzkreisen nicht nur einen wohltönenden Namen gemacht, sondern vor allem zwischen New Yorker Post-Bop und Swiss-Neo-Cool sein ganz Eigenes, höchst vitales Biotop gefunden. Weit gespannte, mehrstimmige Melodiebögen in filigranen Arrangements, die alle Improvisationsräume klar konturieren und dennoch weit offen gestalten, schaffen eine ideale zweite Lebenswelt für die traditionsgesättigten, hochironisch elaborierten, aber mit handfestem Pathos bodennah gehaltenen Texte. Nicolai Kobus selbst wird seinen Arbeiten die Stimme geben, gewissermaßen als literarischer Sextaner in einem hochkarätig besetzten Jazz Quintett:
Jochen Baldes (ts, ss, acl), Michael Gassmann (tp), Michael Bucher (git), Thomas Bauser (org), Dominic Egli (dr).

Im Oktober 2009 erschien die CD «Ach Anna» bei «Double Moon Records», es folgten ab Oktober 09 Konzerttouren durch Deutschland und die Schweiz, u.a. auch an den Solothurner Literaturtagen 2010.

  1. Februar Jochen Baldes 1:56
  2. Mai Jochen Baldes 3:05
  3. August Jochen Baldes 1:41
  4. Oktober Jochen Baldes 3:18
  5. November Jochen Baldes 3:19
  6. Epilog Jochen Baldes 1:33

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Der Zürcher Saxophonist Jochen Baldes beweist sein Talent als Komponist und Musiker, und im perfekten Duo mit dem Trompeter Michael Gassmann füllt er die Spannungsbögen, die zum nächsten Gedicht führen. Erstaunlich, wie die ganze Band zusammenwirkt, um die Gedichte zu unterstreichen und zu kommentieren, und dennoch der individuelle Freiraum der Musiker erhalten bleibt. Das Ganze ist stimmig bis zum letzten Wort und bis zur letzten Note.
• Jazzpodium

Ein Crossover-Projekt wie dieses bietet in erster Linie grosses Hörvergnügen. Und es stillt die vielfälltigsten Erwartungen. Nicht nur bringt die hier vollendete Verbindung die Fans fein-humorvoller Texte sensibler Jazz- Themen näher. Auch tiefe Kenner der einen oder anderen Gattung kommen auf ihre Kosten. Der musikalische Part nimmt den ebenbürdigen Platz und geleitet durch die thematisch in Monate unterteilten Anekdoten. Die Kompositionen von Baldes stehen dem sinngewaltigen Text an Doppeldeutigkeit, Selbstironie und melancholischem Witz in nichts nach.
• Jazz’N’More

Es kann nur eine glückliche Fügung gewesen sein, die den Lyriker Nicolai Kobus aus dem Westmünsterländischen und den Saxophonisten Jochen Baldes aus Zürich zusammengeführt haben, die unter dem Künstlerduo «KOBAL» eine sehr gelungene Symbiose aus Lyrik und Musik präsentieren. Dabei lässt sich der Schweizer Saxophonist allerdings von einem Ensemble begleiten, in dem jedes Mitglied ein Virtuose auf seinem Instrument ist: das gilt für Michael Gassmann auf der Trompete ebenso wie für Michael Bucher an der Gitarre, Thomas Bauser an der Hammond-Orgel und Dominic Egli am Schlagzeug.
Die Musiker um den charismatischen Tenorsaxophonisten Baldes verstanden es, das «Seufzer-Kalendarium» des inzwischen in Hamburg ansässigen Poeten so einfühlsam zu begleiten, dass das Publikum in eine Art Trancezustand geriet.
• Westfälische Nachrichten