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Jellici/Baldes’ Soundfields

Johanna Jellici – Stimme, Soundscaping, Text
Jochen Baldes – Tenor-, Sopransaxophon, Bassklarinette, Komposition
Franz Hellmüller – Gitarre
André Buser – E-Bass
Tobias Hunziker – Schlagzeug

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Pressetext Jellici/Baldes’ Soundfields, Andreas Höll – download
Das aktuelle Bandprojekt von Johanna Jellici und Jochen Baldes erschafft jenseits von akademischen Skalenroutinen und technischem Elektrohokuspokus eine ganz eigene Musiksprache, die  organisch Electronics und akustische Klangfarben miteinander verschmelzen lässt und so einen neuen Sound kreiert. Statt erwartbarer Schemata gibt es überraschende Verknüpfungen von Komposition und Improvisation, getragen von subtilen rhythmischen Strukturen und Grooves. Ein Höhepunkt ist sicherlich das Stück Bubbles, das ebenso durch kunstvolle Einfachheit wie einprägsame Hymnik besticht. Es versprüht eine Leichtigkeit, die nicht nur vom traumwandlerischen Dialog von Gesang und Saxophon und dem feinen Gewebe der Rhythmusgruppe lebt, sondern auch von den komplexen und doch leicht anmutenden Kompositionen von Baldes ausgeht. «SOUNDFIELDS» ist verschwenderisch mit seinen Ideen und alles andere als ein one-trick pony: jedes Stück entwickelt eine eigene Atmosphäre, ob Nature‘s Dance mit seinen fernen Echos einer zeitgenössischen Naturromantik oder das urban-technoid anmutende Change. «SOUNDFIELDS» präsentiert sich als ein Ensemble der Solisten, das eingefahrene Jazz-Klischees hinter sich läßt und sich beim allmählichen Verfertigen der Gedanken beim Spielen auf die Suche macht nach einem unverwechselbaren Ausdruck für eine Musik unseres digitalen Zeitalters, eine neue Melange von Soundscaping und Jazz.

Pressetext Jellici/Baldes’ Soundfields, Ralf Dombrowski – download
Soundfields. Der Begriff ist wichtig, denn er impliziert mehreres: Kontrollierte Offenheit, Spannung mit Widerstand, das Spiel sich anregender Impulse im begrenzten Rahmen. Klangfelder also, nicht Klanglandschaften. „Ich empfinde die Bezeichnung Soundscapes beispielsweise als sehr festgelegt“, meint Johanna Jellici. „Man verbindet sie mit einer bestimmten Form der Klangerzeugung und Bearbeitung, auch mit Künstlern, die schon lange damit experimentieren“. Soundfields sind da freier, paradoxerweise, obwohl sie auf den ersten Blick einen engeren Rahmen vorgeben. Denn Felder sind eng und weit zugleich. Und sie lassen Raum für Experimente, die sich nicht in Freiheit verlieren. Für eine Band, die aus dieser Konstellation der Kräfte Eigenes entwickelt.

Johanna Jellici ist Sänger und Soundkünstlerin, außerdem Literaturwissenschaftlerin und Experimentatorin. Sie wuchs in Brüssel, Berlin und Barcelona auf und lebt und lehrt inzwischen in der Schweiz. Jochen Baldes ist Saxofonist und Klarinettist, bildender Künstler und Komponist. Er stammt aus Zürich, ist in der Welt des Jazz unterwegs und hat sich über die vergangenen drei Jahre hinweg mit Johanna Jellici zusammengefunden. Soundfields ist das Resultat des gemeinsamen Näherungsprozesses. Stimme, Text, elektroakustische Bearbeitung treffen auf Saxofon, Struktur, musikalische Vorgaben, reflektierte vokale Vielfalt ergänzt profunde lyrische Kraft. Jellici und Baldes waren sich zunächst in der Schweizer Szene begegnet und stellten bald fest, dass es musikalische Gemeinsamkeiten gibt. Die eine schätzt die Art des Komponierens, den präsenten und samtenen Ton, die Unmittelbarkeit der Gestaltung, der andere die spezielle Aura des Gesangs, den bewussten und intensiven Umgang mit der Musik, die Besonderheiten der elektronischen Bearbeitung akustischer Vorgaben.

Dazu kommen musikalische Partner, die mit diesem feinen Geflecht der Beziehungen harmonieren. Der Gitarrist Francesco Diomaiuta zum Beispiel ist ein Souverän des Texturenspiels. Ähnlich wie Johanna Jellici mit Electronics kann er mit Schwebungen und Färbungen seines Instruments die Stimmung der Musik leiten, verstärken, konterkarieren, ist aber ebenso in der Lage, im ästhetischen Bedarfsfall mit akustisch wuchtiger, ins Rockige mündender Präsenz dagegenzuhalten. André Buser pflegt als Bassgitarrist einen stilistisch vielseitigen Ansatz, der Groove ebenso umfasst wie das girlandenhafte Umranken von Harmonien oder den Spaß am Melodischen. Tobias Hunziger schließlich ist ein Schlagzeuger mit Gefühl für den Puls, der jenseits des Beats Musik zusammenhalten kann und daher gerade auch solche Passagen stützt, die mit der Offenheit des Ausdrucks experimentieren. Zusammen ergeben sie ein Team, das die Soundfields erforscht, an der Grenze von kammerjazziger Offenheit und kompositorischer Struktur, im Wechselspiel individueller Energien und einer kollektiven Kraft, die aus dem Experiment ein Erlebnis macht.

Konzerte:
25.10.2017
Jazz im Seefeld, Zürich (CH)
30.03.2017
Bird‘s Eye, Basel (CH)
26.03.2017
E-Werk, Erlangen (D)
25.03.2017
B-Flat, Berlin (D)
24.03.2017
Alluvium, Oldenburg (D)
11.03.2017
Dolomiti Jazz Festival (I)
30.10.2016
Moods, Zürich (CH)
28.10.2016
Jazzcampus Musik Akademie, Basel (CH)
18.10.2016
NaTo, Leipzig (D)
17.10.2016
Puppenkiste, Augsburg (D)
16.10.2016
Altes Postamt Aalen (D)
27.05.2016
Esse Winterthur (CH)
18.05.2016
Moloko, Göppingen (D)
11.01.2015
NaTo, Leipzig (D)
10.01.2015
Theaterkeller Schwäbisch Hall (D)
09.01.2015
Altes Postamt Aalen (D)
08.01.2015
Esse Winterthur (CH)
23.08.2014
Brezzo Di Bedero (I)

  1. Bubbles 7:43
  2. Low 5:00
  3. Natures Dance 6:18
  4. Change 5:51
  5. Low 5:00
  6. Gift of Life 6:08

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Release Datum: 09. April 2016 Label: Musiques Suisses Label Code: 03508
Bestellnummer: MGB Jazz 17
Eine Koproduktion mit Radio SRF 2, Kultur Musikproduzent: Peter Bürli
Tonmeister: Andy Neresheimer, Mix: Thomas Fessler, Mastering: Peter Borföi

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